Ulrich Wessinger

 

 hat Germanistik und Amerikanistik studiert, in Stuttgart, Berlin und Urbana- Champaign, an der University of Illinois, USA. Er  hat in Berlin an der Freien Universität seinen Magister gemacht und das erste Staatsexamen für das Lehramt, hat aber in Illinois entdeckt, dass er keine Doktorarbeit schreiben will, sondern Künstler werden, weil man damit so verrückt sein kann wie man will, ohne als verrückt erklärt zu werden.

Er hat dann im Laufe der Jahre sehr viele Künste ausprobiert, wie das Theaterspielen, Dichten, Schreiben von Erzählungen, Lesen und Performen von Gedichten, Malen und Zeichnen, Singen und Tanzen, später auch das Fotografieren und Filmen. In all diesen Künsten dilletierend hat er erstaunliche Dinge hervorgebracht, aber keine professionellen Erfolge. Hin und her fliegend von einem zu anderen, hat er vieles neu entdeckt und aufgeworfen, nichts in seiner Tiefe erforscht oder zu einer reifen Höhe geführt.

Als er entdeckte, wie sehr er Kinder liebt, arbeitete er in einem Kinderladen in Berlin-Kreuzberg, die ersten vier Wochen mit Enthusiasmus, das folgende Jahr zutiefst und immer tiefer gelangweilt. Als seine Geliebte ein Kind bekam, riß ihn das total heraus aus seinem ehrgeizigen Künstlertraum, reich und berühmt zu werden. Er zog mit Mutter und dem Kind in den verschneiten Schwarzwald und ging mit dem Kinderwagen spazieren über silbrige Höhen, versorgt von Arbeitslosengeld.

Als er etwas Geld erbte, eröffnete er in Freiburg eine Kunst-Galerie und verkaufte nichts. Dann verwandelte er die Galerie mit Hilfe eines stadtbekannten Rockgitarristen in einen Laden für gebrauchte Musikinstrumente. Der Laden blühte in kurzer Zeit auf und endete fünf Jahre später im finanziellen Ruin, dem der Autor nur mit knapper Not entkam. Als Star und Sänger einer Rockband hatter er genau vier Auftritte nach zwei Jahre Übung im Keller. Dann löste sich die Band auf, der Autor fuhr Taxi.

Nach einer Ausbildung zum Runfunkjournalisten schlug er sich als freier Mitarbeiter von Deutschlandradio Berlin und anderen ARD Rundfunkanstalten, vor allem dem SWR, durch, immer auf der hektischen Suche nach dem nächsten Auftrag. Der Alptraum: Schulden aus seinem leichtsinnigen Spiel mit dem Geld, als er noch seinen Musikladen hatte. Gerichtsvollzieher klopften gelegentlich an seine Tür. Langweilige Kunstausstellungen in verstaubten Hallen bedurften einer irgendwie unterhaltsamen Beschreibung für das kunstsinnige Radio-Publikum. Hektik und Versprecher im Aufnahmeraum. Angst, den Telefonhörer in der Hand: Gibt er mit den Auftrag?

2008, der Abflug nach China. Mal gucken, was da so los ist. Aus einem geplanten halben Jahr an einer deutschen Grundschule in Wuxi unweit von Shanghai, wurden sechs Jahre in Shanghai, wo er an verschiedenen Universitäten Deutsch als Fremdsprache lehrte. Grund: Eine chinesische Frau. Mit der und einem gemeinsamen Kind lebt er seit Ende 2014 in Berlin. Die Schulden ist er los. Ein Schuldenregulierungsprogramm machte es möglich. Ausserdem ist die Sonne durch die Wolken gebrochen: Jesus ist in sein Leben getreten. Das Kind ist ein Mädchen und heisst: ANNA!

 

April 2015 wurde sein zweites Buch veröffentlicht, weil es kein Verlag haben wollte als E-Buch, mit dem Titel: Wie ich in China ein Kind bekam, Geschichten und Berichte aus dem Reich der Mitte.( Bei Amazon.de erhältlich)

Sein erstes Buch von Zeichnungen und Gedichten, 1980 im Selbstverlag produziert, hatte den Titel „Hallo!“ und schlug dermassen über die Stränge, dass er es fast gar keinem zu zeigen wagte.

Sein drittes Buch „Da! Ein kleines Mädchen in Shanghai“, berichtet vom Aufwachsen und Erziehen seiner Tochter in Shanghai, ebenfalls als E-Buch seit Jan 2016 auf Amazon zu haben.

Das fünfte und wichtigste Buch ist in der Startphase: „Die Stimme Gottes“